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Herr Präsident, Herr Kommissar!
Wir alle wissen, dass es geradezu absurd ist, wenn zwei US-amerikanische und eine britische Privatfirma über Staatsbankrotte von EU-Staaten entscheiden. Dieses Oligopol der Rating-Agenturen ist meines Erachtens höchst explosiv. Erstaunlich sind ja auch die Zeitpunkte, zu denen die Agenturen aktiv werden. Kaum beginnt sich der Euro zu erholen, erfolgt eine Abstufung. Das ganze Gerede vom Verantwortungsbewusstsein dieser Agenturen relativiert sich, wenn man bedenkt, dass die in Wertpapiere verpackten Kredite arbeitsloser Amerikaner oft den Triple-A-Stempel – als völlig sicher – bekamen.
Die offenbar unparteiische Haltung der Notengeber entlarvt sich bei näherem Hinschauen als Trugschluss, da sie von den Emittenten der Wertpapiere bezahlt werden. Die Qualität der Rating-Bewertungen ist ebenso zweifelhaft. Immerhin haben sie vor der internationalen Finanzkrise Banken, die später zusammengebrochen sind, die höchste Bonität eingeräumt.
Es ist also höchste Zeit, dass die Rating-Agenturen an die Kandare genommen werden. Allerdings darf sich eine verstärkte Überwachung der Rating-Agenturen nicht nur auf die EU-Ebene allein beschränken.
EU-Parlaments-Homepage bestätigt:
Andreas Mölzer ist der fleißigste österreichische EU-Parlamentarier
7. Legislaturperiode (ab 14. Juli 2009)
Stand: 8. Juni 2010
Quelle: europarl.europa.eu
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Siehe auch:
Leistungsbilanz von Andreas Mölzer
Anfragenstatistik
Statistik der parl. Erklärungen