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EU darf nicht für die Schulden Islands oder isländischer Banken aufkommen – Island ist im Gegensatz zur Türkei kulturhistorisch ein Teil Europas
Für einen EU-Beitritt Islands sprach sich der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, anlässlich der heute beginnenden Beitrittsverhandlungen mit dem Inselstaat im Nordatlantik aus: „Island ist ein europäisch geprägtes Land und anders als die Türkei kulturhistorisch ein Teil Europas. Daher sollte raschen Beitrittsverhandlungen mit Reykjavik nichts im Wege stehen“, betonte Mölzer.
Allerdings wies der freiheitliche EU-Abgeordnete darauf hin, dass für die Europäische Union kein Grund bestehe, Island Geschenke zu machen. „Insbesondere darf die EU nicht – in welcher Form auch immer – für die Schulden Islands aufkommen. Und ebenso wenig dürfen die Schulden pleitegegangener isländischer Banken auf einzelne EU-Mitgliedstaaten übergewälzt werden“, forderte Mölzer im Hinblick auf den Streit zwischen Island und Großbritannien bzw. der Niederlande wegen der Entschädigung von Kunden der isländischen Icesave-Bank.
Weiters meinte der freiheitliche Europa-Abgeordnete, dass auch die Frage des Zugangs zu den isländischen Fischereigewässern bei den Beitrittsverhandlungen Schwierigkeiten bereiten könne. „So manches EU-Mitglied hat auf die isländischen Fischereigewässer ein begehrliches Auge geworfen. Hier werden die Isländer aufpassen müssen, nicht über den Brüsseler Verhandlungstisch gezogen zu werden“, schloss Mölzer.
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